Ökumenisches Kirchenzentrum am CentrO Oberhausen

Gespräche

Welche Aufgaben hat der Arbeitskreis?

Gespräche führen bedeutet, sich Zeit für andere zu nehmen, andere Ansichten und Meinungen zu respektieren. Zuhören heißt, für andere da zu sein, Trauer und Belastendes auszuhalten. Häufig geht es aber um Alltagsfragen – und dann sollte man Spaß daran haben, sich über Gott und die Welt zu unterhalten. Freude an einem einfühlsamen Miteinander ist dafür eine entscheidende Grundvoraussetzung.

Ganz unterschiedlich sind die persönlichen Hintergründe der Besucher. Man begegnet Menschen, die sich nicht dauerhaft der klassischen Kirchengemeinde anschließen, sondern sich distanziert oder anonym einer kirchlichen Gemeinschaft zuwenden möchten. Andere suchen Momente der Besinnung, eine Unterbrechung der beruflichen Hektik oder eine Auszeit vom Alltag. Aktive Mitglieder der christlichen Kirchen, Angehörige anderer Weltreligionen und kirchenferne Ausflügler kommen auch deshalb ins Kirchenzentrum, weil ihnen die lockere Atmosphäre gefällt.

Daraus ergeben sich buntgemischte Gesprächsthemen. So beschäftigen junge Familien mit kleinen Kindern andere Fragen als Alleinstehende oder Menschen, die nach einem Schicksalsschlag Trost und Halt suchen.

Wie gestaltet sich der Arbeitsalltag?

Alle Mitarbeitenden möchten Gästen, die ein Gespräch suchen, angemessen begegnen. Die Arbeit im Team ermutigt dazu, sich auch mit Themen auseinanderzusetzen, die sonst nicht so leicht fallen. Dabei kommt es übrigens nicht darauf an, immer die richtige Antwort oder einen passenden Ratschlag zu haben. Oft ist einfach nur ein offenes Ohr gefordert.

Personenbezogene Gesprächsinhalte werden streng vertraulich behandelt. Im Arbeitskreis werden Problemstellungen also ausschließlich anonymisiert besprochen. Gemeinsam werden Denkanstöße für mögliche Themen und sinnvolle Vorgehensweisen erarbeitet.

Bei der Mitarbeit sollte man sich möglichst auf einen regelmäßigen Zeitplan im Kirchenzentrum festlegen können. Dabei geht es bei dem Arbeitseinsatz weniger um die Häufigkeit als um Beständigkeit, so dass das Zeitbudget individuell festgesetzt werden kann.


Das Team

Ehrenamtlich aktiv ist Heidemarie von Musil seit ihrer Studienzeit. Von Anfang an ist die Sprecherin der Ehrenamtlichen im Kirchenzentrum dabei. Ihr österreichischer Charme bringt nicht nur sprachlich einen belebenden Akzent ins Miteinander. Man spürt ihre Herzlichkeit und ein großes zwischenmenschliches Interesse, wenn sie sagt: „Mir sind alle Menschen wichtig und ich nehme sie so an, wie sie sind. Wie alle Mitarbeitenden hier möchte auch ich den Gästen, soweit diese das wünschen, kompetente und mitfühlende Anteilnahme entgegenbringen.“

Johannes Grütjen ist 1. Vorsitzender des Fördervereins Freundeskreis Kirchenzentrum e.V. und seit 2006 ehrenamtlich im Arbeitskreis Gespräche tätig. Als Schulamtsdirektor mit den Aufgaben eines Schulrats hatte er viel mit Menschen zu tun. Das sollte auch im Ruhestand so bleiben. „Mir liegt die Mitarbeit in der Ökumene sehr am Herzen. Die offene, oft fröhliche Begegnung mit Angehörigen der christlichen Kirchen und nichtchristlicher Religionen macht mir Freude. Ich höre gern zu und helfe da, wo es nötig ist.“

Aber auch die anderen Ehrenamtlichen, die sich in diesem Arbeitskreis engagieren, bringen aus ihrem privaten und beruflichen Umfeld ganz unterschiedliche Ideen und Ansätze in den Arbeitskreis ein.

Patentlösungen für das Leben bietet in diesem Arbeitskreis niemand, aber jeder setzt sich mit entscheidenden Lebensfragen auseinander. Dahinter verbirgt sich Neugier im positiven Sinn, um Neues zu erfahren und Prinzipien anderer Menschen verstehen zu lernen.